Bogdan Bogdanović
Memoria und Utopie in Tito-Jugoslawien
Memoria und Utopie in Tito-Jugoslawien
Material
Hartdeckel mit Leinenüberzug, foliengepägt und mit transparenter Umschlagschleife in 3 Varianten, farbiger Faden
Maße H × B × T
260 x 215 mm
Umfang
176
Auftraggeber*in
Architekturzentrum Wien
Herausgeber*in
Architekturzentrum Wien
Erscheinungsort
Wien / Klagenfurt
Verlag
Wieser
ISBN
978-3-85129-834-5
Ort / Aufbewahrung
1 Ex. 02 Kiste, groß
1 Ex. 02_copy Kiste, groß
3 Ex. Privatarchiv Gabriele Lenz (1 Set à 3 Coversujets)
1 Ex. 02_copy Kiste, groß
3 Ex. Privatarchiv Gabriele Lenz (1 Set à 3 Coversujets)
Kennzeichnungen
1 Exemplar mit persönlicher Widmung auf S.1
Restbestand
3
Zustand
1 beschädigter Umschlag
1 ohne Umschlag
1 ohne Umschlag
Inventarnummer
GL-WV-2024_0073
Kernbestand √
Tätigkeit
Buchgestaltung
Kategorie
Buch
Datierung
2009
Sprachfassung
deutsch
Gestaltung
gabriele lenz büro für visuelle gestaltung
Bereich
Architektur
Redaktion / Beirat / Projektleitung
Ivan Ristić
Autor*innen
Friedrich Achleitner, Pablo Guillén, Heike Karge, Urša Komac, Dragana Milovanović, Ivan Ristić, Dietmar Steiner, Vladimir Vuković
Mitarbeit / Mitwirkende
Elena Henrich
Beschreibung
Bogdan Bogdanovic, 1922 in Belgrad geboren, war nicht nur der führende und herausragendste Denkmalarchitekt des ehemaligen Vielvolkerstaates Jugoslawien, sondern auch ein unkonventioneller Urbanologe, Essayist, Schriftsteller, Philosoph und noch vieles mehr. Auch eine politische Karriere kann Bogdanovic aufweisen: Von 1982 bis 1986 war er Bürgermeister von Belgrad. Das Zitat von Friedrich Achleitner gibt Aufschluss darüber, wie vielseitig sich Bogdanovics Talente präsentieren. Zwischen 1951 und 1981 realisierte Bogdan Bogdanovic in vielen Teilen des ehemaligen Jugoslawien 19 Gedenkstätten als Zeichen gegen Krieg und Vernichtung. Bogdanovic entschied sich für eine kulturübergreifende Architektursprache, frei von ideologischen Insignien. Für jeden dieser Orte entwickelte der unermüdliche Zeichner neue Formen – immer im Dialog mit den lokalen Gegebenheiten. Keine der 19 Gedenkstätten gleicht einer anderen, jede für sich ist einzigartig. In seinem Selbstverständnis als »Baumeister« war es ihm überaus wichtig, im Austausch mit den Steinmetzen die unterschiedlichen Denkmäler in einer Art »work in progress« zu erarbeiten. Sein poetischer und dennoch pathosloser Umgang mit Stätten der Zerstörung fand vor allem in der berühmten Blume von Jasenovac, die an der Stelle eines ehemaligen Konzentrationslagers steht, seinen Höhepunkt. Die Partisanennekropole in Mostar/Bosnien-Herzegowina sowie der Gedenkfriedhof für die Opfer des Faschismus in Sremska Mitrovica/Serbien zählen zu den wichtigsten dieser Gedenkstätten. »Der schlanke steinerne Schatten, die Replik des himmlischen Regenbogens, Meisterwerk des Baumeisters Hajrudin, eine der schönsten und edelsten architektonischen Allegorien, ist dahingegangen auf den Grund des Flusses. Der Stadt, geboren im Zeichen der Brücke, entrissen wurde ihr erstes und letztes Wort, und ihr Tod ist, so fürchte ich, unwiderruflich.«

