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convey
Stoffentwurf, externes Kunstprojekt unter Verwendung der Schrift convey
mit einer Begleitpublikation gesetzt in 'coney' (Gestaltung: Constanze Schweiger)
Material
Digitaldruck auf Baumwolle
Maße H × B × T
1200 x 150 mm
Umfang
Stoffenwturf, Begleitpublikation
Auftraggeber*in
Gabriele Lenz
Erscheinungsort
Wien
Auflage
Unikat
 
Inventarnummer
GL-WV-2025_0267.ex
Abbildung
Stefan Lux
Kernbestand
Tätigkeit
Künstlerische Arbeit
Kategorie
Textildesign
Datierung
2017
Gestaltung
extern: Constanze Schweiger
Bereich
Kunst
 
Beschreibung
convey
Constanze Schweiger
Kurkuma, convey. Our limbs leave invisible pollen on the pages
2017

Ausgestellt in der Galerie new jörg, Jägerstraße 56, 1200 Vienna

Der Anstoß zu der Skulptur Untitled (convey Regular, convey Regular Italic) kam im März vergangenen Jahres von Gabriele Lenz, der Gestalterin der Schrift convey. Um 10 Meter Baumwollstoff mit der convey zu bedrucken, sind sechs Texte entstanden, in denen ich Ideen zu den Vorgängen Lesen, Schreiben und Veröffentlichen von Alison Knowles, Gertrude Stein, Friedericke Mayröcker, Yoko Ono, Tavi Gevinson und Hannah Black aus verschiedenen Lesequellen nacherzähle. Der Entwurf dazu ist mittlerweile für die Produktion fertiggestellt und eine andere, gleich lange Stoffbahn ist mit Kurkuma gefärbt und im Ausstellungsraum zum Trocknen aufgehängt. Dort wird der gefärbte Stoff bis zum Ende der Ausstellung über die Einwirkung von Sonnenlicht im Raum seine Farbe verändern. Und wenn die Texte dann endlich wie ein Muster auf den Stoff der Arbeit Untitled (convey Regular, convey Regular Italic) gedruckt und geliefert sind, wird dieses Material neben den gefärbten Stoff im Raum aufgehängt, um nach seiner Ausstellung in Stücke geschnitten zu werden und um anders verwendbare Objekte daraus zu produzieren, wie zum Beispiel Taschen, in die man alles mögliche oder einfach Bücher hineintun und mit sich tragen kann.
Seit März 2016 ist einiges passiert und manches fühlt sich deutlich anders an. Hier um mich und draussen in der Welt finden kritische Veränderungen statt, die noch lange nicht abgeschlossen sind und mich beeinflußen. Bei meiner Recherche für diesen Ausstellungstext finde ich zufällig einen Satz aus dem Interview von Alison Knowles und George Quasha, der in der Fassung, die ich besitze, fehlt. In dem Satz meint Quasha, wir alle würden mit unseren Körpern Spuren hinterlassen, unsichtbare Pollen auf den Seiten für die, die danach kommen.